Überall Psychopathen - Welchen Schaden sie anrichten, wie man sie erkennen kann und wie man sich schützen kann

Überall Psychopathen

Kennen Sie die 25% Psychopathen in Ihrem Führungsteam?

Haben Sie auch den Eindruck, dass es in den beiden Jahren der Corona Pandemie mehr Menschen gibt, mit Narzissmus oder psychopathischen Tendenzen? Oder, «kriechen die Ratten nur aus ihren Löchern» und es bieten sich Menschen mit solchen Verhaltensauffälligkeiten mehr Gelegenheiten und wir anderen können sie nur deutlicher erkennen?

Letztendlich kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten, weil es noch keine Studien gibt, die die Jahre 2020 und 2021 dahingehend unter die Lupe genommen haben. Aber es gibt belastbare Zahlen aus der Zeit vor Corona – und diese Zahlen sprechen eine ausreichend klare und gleichermassen erschreckende Sprache:

  • Narzissmus: rund 6% der Bevölkerung sind wohl klinische Narzissten (Quelle: Quarks.de)
  • Psychopathie: Eine spanische Studie (Quelle: frontiersin.org) geht davon aus, dass ca. 4.5% aller Menschen den klinischen Psychopathen zuzuordnen sind. Professorin Regina Viola Cordes (https://www.linkedin.com/in/regina-viola-cordes-2800664/), von der IU International University of Applied Sciences (https://www.linkedin.com/school/iu-hochschule/) geht in einer Studie davon aus, und ihre Zahlen werden von anderen Studien erhärtet, dass im Management die Quote der klinischen Psychopathen bis 6x so gross ist (Quelle: wiwo.de). Sie hat ihre Forschungen sogar bis auf Berufsgruppen heruntergebrochen und kam unter anderem zu dem Ergebnis, 36.9% aller Anwälte sind klar den klinischen Psychopathen zuzuordnen.

Warum sind Narzissten und Psychopathen gefährlich

Wir wissen aus anerkannten und belastbaren Studien, wie ich sie am Anfang dieses Artikels aufgeführt habe, dass Narzissten und Psychopathen einen durchaus grossen Anteil unserer Gesellschaft ausmachen. Und dass wir solche Personen mit einem noch erheblich höheren Anteil in Schlüsselfunktionen der Macht finden, Politik und Wirtschaft, sollte uns dazu veranlassen, einen genaueren Blick auf die Entscheider im eigenen Unternehmen zu werfen.

So ergab eine Studie der KPMG Deutschland, dass Psychopathen im Management der Deutschen börsennotierten Unternehmen, ihren eigenen Unternehmen gezielt und bewusst einen Schaden von rund EUR 100 Milliarden verursacht haben. Noch einmal: in einem einzigen Jahr, 2019, verursachten Psychopathen, allein in Deutschland, bewusst und gezielt den Unternehmen für die sie tätig waren, einen Schaden von 100’000’000’000 Euro (100 Milliarden).

Und das sind nur die Zahlen, die unmittelbar in Geldbeträgen festgehalten werden können. Die Schäden, die diese Personengruppe für den Ruf vieler Unternehmen und welchen Schaden sie in der Mitarbeiterstruktur verursachen und welche Schäden an der Psyche ihrer Opfer verursacht werden, die oft langjährig krankheitsbedingt ausfallen – all diese Schäden sind in diese 100 Milliarden EUR noch nicht eingerechnet.

Psychopathen und Narzissten hinterlassen nicht nur in Konzernen verbrannte Erde und schädigen. Die Unternehmensgrösse spielt hierbei keine Rolle und ich finde sie in meiner Arbeit im kleinen 5 Mitarbeiter Start-Up bis hin zu den erwähnten Weltkonzernen. Niemand und kein Unternehmen ist davor gefeit ihrem perfiden Spiel zum Opfer zu fallen. Und dennoch gibt es Mittel und Möglichkeiten frühzeitig solche Menschen zu identifizieren und ehrlich gesagt ist das einzige Mittel, um sich und sein Unternehmen zu schützen, sich so schnell und radikal wie möglich von solchen Menschen zu trennen.

Gefahr

Wie gefährlich solche Personen sind, selbst für Personen aus dem Fach und die sich mit «Human Behavior», dem menschlichen Verhalten, im Business auseinandersetzen, möchte ich Ihnen gerne anhand eines Beispiels aus dem echten Leben erzählen.

Mein Berufskollege Thomas Erikson (https://www.linkedin.com/in/thomaseriksonauthor/), der im skandinavischen Raum im selben Umfeld arbeitet wie ich, schrieb in seinem spannenden und informativen Buch «Hilfe, Psychopathen!» (https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1058937547) über einen Fall, den er selbst erlebte. Ich zitiere sehr gerne dieses Beispiel aus diesem Buch, weil es die Gefahr wirklich deutlich hervorhebt (ab Seite 10 in «Hilfe, Psychopathen!):

Ein unangenehmes Erlebnis

Etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung von «Alles Idioten!?» ereignete sich ein merkwürdiger und unangenehmer Vorfall. Nach einem Vortrag, den ich an einer Universität gehalten hatte, kam ein junger Mann zu mir. Er stellte sich dicht vor mich hin, wobei er andere, die mich ebenfalls ansprechen und etwas fragen wollten, praktisch beiseiteschob, blickte mich durchdringend an und sagte, er erkenne sich selbst in keiner der Farben wieder (Anmerkung von mir: Thomas bezieht sich hier auf das Persönlichkeitsmodell D.i.S.C. im englischen oder D.i.S.G. im Deutschen von William Moulton Marston).

Ich erkundigte mich, was er damit meine, und er erklärte, nichts, was ich beschrieben hätte, passe zu ihm. Er denke, er sei die fünfte Farbe. Außerdem wollte er mehr darüber wissen, was man tun müsse, um sich wirklich auf die anderen Farben einzustellen. Er wollte herausfinden, wie er das anstellen könne, und seine Wortwahl dabei war interessant: Er fragte, wie er dieses Wissen auf die beste Weise nutzen könne. Okay.

Ich gab ihm eine Standardantwort, da ich nicht die Möglichkeit hatte, ihn auf der Stelle zu analysieren, und als er erkannte, dass er mit einen Ausführungen nichts erreichte, trat er zur Seite. Aber er ging nicht weg, sondern blieb ein paar Meter weiter stehen und beobachtete mich die ganze Zeit, bis ich meine Sachen zusammenpackte.

Was sind die Folgen?

Der junge Mann bei dem Vortrag ging mir nicht aus dem Kopf – sein merkwürdiges Benehmen verfolgte mich monatelang. Diese Augen, die mich derart anstarrten, das gekünstelte Lächeln. Daswar alles so eigenartig. Was war mit ihm los? Vor gar nicht langer Zeit bekam ich die Antwort. Aus verschiedenen Gründen kehrte ich kürzlich noch einmal an dieselbe Universität zurück. Ich suchte den Leiter des Fachbereichs auf, für den ich damals den Vortrag gehalten hatte, und erkundigte mich nach dem jungen Mann. Wer war das? Was konnte der Institutsleiter mir über ihn sagen? Die Antwort, die ich bekam, war erschreckend.

Der junge Mann war bei der Veruntreuung von Mitteln erwischt worden und hatte bereits rund eine halbe Million Kronen (etwa 50 000 Euro) unterschlagen, ehe der Institutsleiter es merkte und ihn anzeigte. Inzwischen hatte er auch zwei Frauen im Fachbereich geschwängert. Er brachte es fertig, dass eine von ihnen wegen sexueller Belästigung entlassen wurde (sie sollte ihn belästigt haben!), und die andere Frau unternahm einen Selbstmordversuch, nachdem die Affäre aufgeflogen war (sie war seit vielen Jahren verheiratet gewesen). Zwei Mitarbeiter waren wegen Burn-out krankgeschrieben, nachdem der junge Mann in ihrer Arbeitsgruppe Intrigen angezettelt und Verwirrung gestiftet hatte. Der Leiter der Gruppe war zurückgetreten, und es herrschte allgemeines Chaos. Niemand wusste, was zu tun war, die eigentlichen Arbeitsziele waren längst in Vergessenheit geraten, und die Gruppe zerfiel.

Aber der junge Mann hatte gelernt, zu lächeln. Er hatte gelernt, wie er den Eindruck erwecken konnte, ein netter Kerl zu sein, den alle mochten. Er kam zwei Jahre lang mit seinem Verhalten durch, ehe er rausgeworfen wurde. Niemand hegte einen Verdacht gegen ihn. Er hatte eine Erklärung für alles. Und immer war jemand anders schuld.

Mit zitternder Stimme sagte mir der Institutsleiter, der junge Mann sei wieder freigelassen worden, nachdem er sowohl die Polizei als auch den Staatsanwalt hatte überzeugen können, er hätte das Geld auf Veranlassung des Institutsleiters unterschlagen.

Und der Institutsleiter – der seit 38 Jahren an dieser Universität arbeitete – war beinahe selbst vor Gericht gelandet. Das Geld war natürlich verloren, und die Beweislage war so dünn, dass nichts gegen den wahren Betrüger unternommen werden konnte. Ich fragte, was aus dem jungen Mann geworden sei. Der Institutsleiter berichtete mir, er habe gerade eine neue Stelle bei einer IT-Firma bekommen. Er sei jetzt für ein Projekt verantwortlich, bei dem es um eine große Investition gehe, und er wolle die Firma zu neuen Höhen führen.

So stellte sich heraus, dass der junge Mann durchaus gelernt hatte, wie er dieses Wissen auf die für ihn beste Weise nutzen konnte.

Als der Institutsleiter seine Geschichte zu Ende erzählt hatte, liefen ihm Tränen über die Wangen. Es war ein schrecklicher Anblick.

Ende Zitat aus dem Buch „Hilfe Psychopathen!“ von Thomas Erikson

Vorgehen

Narzissten und Psychopathen handeln weder rational noch logisch. Ihr Vorgehen ist egoistisch, zerstörerisch und ausschliesslich auf den eigenen Nutzen bedacht. In dem einem oder anderen Fall ist der Nutzen dieser gestörten Persönlichkeiten und der Nutzen des Unternehmens deckungsgleich. Vielleicht trifft das auch auf Personen in Ihrem privaten Lebensumfeld zu. Aber wenn es nicht oder nicht mehr der Falls ist, dass ihre Interessen deckungsgleich sind, dann wird es schlimm für Ihr Unternehmen, Ihre Mitarbeiter oder für Sie persönlich.

Die Auswirkungen der Handlungen klinischer Narzissten oder Psychopathen sind oft ähnlich. Unterschiedlich sind nur die Gründe. Der Narzisst möchte mit möglichst wenig eigenem Aufwand, möglichst viel Anerkennung für sich gewinnen und geht dabei auch über Leichen. Der Psychopath möchte das Leid in den Augen seiner Opfer sehen und erfreut sich an dem von ihm angerichteten Schaden.

Aber diese Menschen sitzen doch meistens als Mörder oder als Verbrecher vor Gericht, sind für Kapitalverbrechen schuldig gesprochen worden und sitzen jetzt im Gefängnis!?! Nein! Die Wahrheit ist, dass nur die allerwenigsten von diesen Personen die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren und Morde begehen oder andere schwere Straftaten, für die sie wirklich vor Gericht verurteilt werden könnten. Ihre Verbrechen sind perfide und werden systematisch verübt, so dass die Spur meistens zu anderen Personen führt.

Narzissten und Psychopathen erkennen

Glauben Sie bitte nicht, Ihr gesunder Menschenverstand und Ihre Menschenkenntnis würden ausreichen, um solche Personen zu erkennen. Gerade Psychopathen sind oft hochintelligent, sehr kontrolliert in ihrem Verhalten und von aussen äusserst schwer zu identifizieren.

Und tatsächlich ist es sogar für Experten, Psychologen und Therapeuten nahezu unmöglich, Personen mit diesen Störungen zu identifizieren, ohne geeignete professionelle Tools.

Psychopathie

Der kanadische Psychologe Professor Robert Hare hat in den 1970ern den «PCL-R» Test erstellt und eingeführt, der bis heute die einzige Möglichkeit darstellt, um Psychopathen oder Personen mit einem stark psychopathischen Verhalten aufzudecken.

Dieser Test umfasst 20 Merkmale, für die die zu analysierende Personen 0, 1 oder 2 Punkte pro Merkmal erhält. 0 wenn der Punkt nicht zutrifft, 1 Punkt, wenn er teilweise zutrifft und 2 Punkte, wenn dieses Merkmal für diese Person typisch ist. Mann kann also maximal 40 Punkte erhalten. Ab 30 Punkten gilt die Person als klinischer Psychopath und ab 15 Punkten darf man durchaus vorsichtig gegenüber dieser Person sein.

Dr. Kevin Dutton, der einen Stuhl an der Psychologischen Universität Oxford innehat, untersuchte die amerikanischen Präsidenten anhand dieses Tests. Und vielleicht wird es Sie, genauso wie mich, wenig überraschen, dass zahlreiche Präsidenten, wie John F. Kennedy (Platz 2) oder Bill Clinton (Platz 4) als zumindest Personen mit sehr starken psychopathischen Verhaltenszügen zu identifizieren sind (Link zur Liste der Präsidenten).

Sie können die Fragen zu diesem Test auf meiner Webseite herunterladen. Er ist simple und selbst wenn Sie kein Experte sind, gibt Ihnen das Ergebnis zumindest einen Hinweis darauf, ob Sie vermehrt achtsam gegenüber einer bestimmten Person sein sollten. Der Link zur Psychopathie Checkliste PCL-R nach Prof. Dr. Robert Hare ist: Link.

Narzissmus

Grundsätzlich gilt es für Sie anzunehmen, wir alle sind Narzissten! Die Frage ist nur, wie ausgeprägt ist der Narzissmus. Egal wie klein oder gross (körperlich) Sie auch immer sein mögen, sie haben immer eine definierte Grösse. Und genauso, wie Sie von sich nicht behaupten können, keine Grösse zu haben, so können Sie von sich auch nicht behaupten, keinen Narzissmus zu haben.

Man teilt den Narzissmus in 3 Grundgruppen ein:

  • grandios-maligner Narzissmus
  • vulnerabler-fragiler Narzissmus
  • exhibitionistischer Narzissmus mit hohen Funktionsniveau

Grandios-maligner Narzissmus

Menschen mit dieser Störung sind potenziell gefährlich für ihre Mitmenschen. Es ist eine Kombination aus Narzissmus, Aggression, Paranoia und antisozialem Verhalten, der die Betroffenen zu grausamen Taten verleiten kann. Sie sind von ihrer Grossartigkeit überzeugt, fühlen sich aber von ihrer Umwelt ignoriert und nicht wertgeschätzt. Diese Ablehnung ist oft nicht real, sondern wird nur subjektiv empfunden. Aber mit ihrer Haltung und dem daraus resultierenden Verhalten, schaffen es die Betroffenen aus besten Freunden, die grössten Feinde zu machen. Stalin und Hitler sind gute Beispiele.

Vulnerabler-fragiler Narzissmus

Diese Personengruppe wirkt zunächst asymptomatisch, da sie depressive Stimmungen haben, Ängstlichkeit und Scham. Deshalb bezeichnet man diese Form auch als «verdeckten Narzissmus». Die Betroffenen reagieren sehr sensibel auf Kritik und Misserfolg. Deshalb suchen sie sich oft aktiv therapeutische Hilfe.

Exhibitionistischer Narzissmus mit hohen Funktionsniveau

Dieser Subtyp wird auch als «offener Narzissmus» bezeichnet. Die Betroffenen stellen ihre selbst subjektive empfundene Grossartigkeit offen und ungeschminkt zur Schau. Dadurch erreichen sie es, die Aufmerksamkeit zu erhalten, die sie unbedingt benötigen. Dieser Typ ist sehr anpassungsfähig, wettbewerbsorientiert, selbstbewusst und deshalb überdurchschnittlich erfolgreich. Anderen Personen gegenüber verhalten sie sich aber sehr kühl und arrogant.

Die Betroffenen

  • haben ein übertriebenes Gefühl ihrer eigenen Wichtigkeit
  • haben Phantasien von grenzenlosem Erfolg, Macht, Schönheit oder idealer Liebe
  • glauben, besonders und einzigartig zu sein und nur von besonderen oder angesehenen Personen verstanden zu werden
  • erwarten von anderen übermässige Bewunderung
  • erwarten, dass andere sie besonders bevorzugt behandeln und automatisch auf ihre Erwartungen eingehen
  • nutzen andere aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen
  • haben wenig Empathie; wollen sich nicht in andere hineinversetzen
  • empfinden oft Neid für andere oder glauben, andere sind neidisch auf sie
  • verhalten sich arrogant und überheblich

Die Narzissmus-Symptome sind allerdings nicht immer so eindeutig. Manche Betroffene zeigen ihre Überheblichkeit nicht offen. Die Anzeichen sind dann nur erkennbar, wenn man sehr genau hinsieht.

Gefahr

Im Kontext des Business Behavior stellen beide Gruppen ein deutliche Gefährdung für Kollegen, Mitarbeiter und Abteilungen dar, aber auch für das Ansehen eines Unternehmens und dessen Reputation. Beide Personengruppen, aber insbesondere der Psychopath, schädigen die eigenen Unternehmen bewusst und nachhaltig.

Für Vorgesetzte und Arbeitgeber ist es deshalb sehr wichtig, diese Personen frühzeitig und gezielt zu erkennen. Denn diese Menschen schaffen es, eine Struktur von innen heraus zu zerstören, dabei unschuldig auszusehen, ja sogar manchmal als die «Guten», und schieben den produktiven Mitarbeitern die Schuld in die Schuhe, ohne dass dies anerkannt werden kann. Die wahren Täter werden oft erst nach Monaten oder Jahren identifiziert. Bis dahin haben sie Abteilungen und ganze Unternehmen bereits nachhaltig geschädigt. Sie selbst, die Täter, ziehen einfach weiter, zum nächsten Opfer. Die «Täter» sind oft hoch funktional, intelligent und gebildet und ihre Schuld, selbst an schwerem Betrug, ist ihnen in den meisten Fällen kaum nachzuweisen.

Sowohl Psychopathen als auch Narzissten sind oft hochfunktional!

Was bedeutet hochfunktional? Hochfunktional bedeutet, dass die Personen mit einer narzisstischen oder psychopathischen Störung (Narzissmus und Psychopathie sind eine Störung und KEINE Krankheit), in ihren Tätigkeiten oft sehr erfolgreich sind. Oft sind es überdurchschnittlich gute Verkäufer, Vorgesetzte oder Unternehmer, die wirtschaftlich erfolgreich sind, aber Mitarbeiter, Kollegen, Lieferanten und Kunden gekonnt ausnehmen und missbrauchen, das zwischenmenschliche Klima zerstören und ausschliesslich im eigenen Interesse arbeiten.

Ihre mittelfristigen Hinterlassenschaften sind Zerstörung.

Wir müssen klar differenzieren, zwischen Psychopathen und Menschen mit psychopathischen Zügen. Nicht jeder mit psychopathischen Zügen schädigt aber Psychopathen schädigen immer!

Wenn Sie also nun wissen, dass es nachweislich mindestens 4% klinische Psychopathen in der Bevölkerung gibt, dass Psychopathen und Narzissten Macht und Kontrolle anstreben, dass es in Führungspositionen ca. 25% Psychopathen gibt und mit wie vielen Menschen Psychopathen und Narzissten zu tun haben, dann ist es eine einfache Rechnung, den Grad der schädigenden Wirkung auf Ihr Unternehmen hochzurechnen.

Es ist kein Problem, dass nur die anderen haben. Es ist ein Problem, auf das ich in fast allen Unternehmungen treffe und meist werden die Schuldigen, die Täter, die Psychopathen und Narzissten nicht erkannt, sondern sie schaffen es fast immer die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben und unerkannt ihr perfides und zerstörerisches Spiel zu spielen.

Was können Sie tun?

Wenn Sie erkannt haben, auch in Ihrem Unternehmen Menschen mit dieser Störung unterwegs sind und wenn Sie willens sind, die waren «Schuldigen» zu ermitteln, dann haben Sie den ersten und wichtigsten Schritt getan.

Das Auge des Hurricanes

Solche Menschen sind wie ein Hurricane. In Zentrum des Hurricanes herrscht vollkommene Stille und Ruhe, nicht das kleinste Lüftchen weht. Um den Hurricane herum gibt es allerdings Zerstörung und Tod.

Haben Sie Mitarbeiter, die immer «sauber» dastehen, an nichts Schuld sind und immer anderen die Verantwortung für Fehler übertragen? Es wirkt tatsächlich so, als wären immer nur alle anderen Schuld. Sie spielen ein perfides Spiel. Achten Sie besonders auf Personen in Ihrem Unternehmen mit Fach- und Führungsverantwortung. Diese Positionen sind besonders erstrebenswert für solche Täter. Analysieren Sie, wie das Betriebsklima in den Abteilungen ist und ob die Führungspersonen die Verantwortung für ihre Mitarbeiter übernehmen und auch für deren Fehler.

Eine besonders hohe Fluktuation in Abteilungen und Unternehmungen weisst oftmals auf gestörte Führungspersönlichkeiten hin.

In vielen Fällen sind Sie Betriebsblind und der erfahrene Blick einer unbeteiligten Person ist sehr viel effizienter. Denken Sie an das Johari-Fenster.

Regelmässige Persönlichkeitsanalysen

Ich empfehle immer, alle Personen die Fach- und / oder Führungsverantwortung haben oder in eine solche befördert werden sollen, regelmässig zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen. Es geht hierbei nicht um eine medizinische Beurteilung oder eine Verurteilung. Vielmehr geht es darum, die fachliche Befähigung einer mitarbeiterverantwortlichen Person regelmässig zu überprüfen und Sie schützen sich damit sich selbst, ihr Unternehmen aber auch und vor allem hier höchstes Gut – Ihre Mitarbeiter.

Zur Überprüfung reichen einfache Persönlichkeitstest, die aber von den Personen nicht selbst ausgefüllt werden dürfen. Denn diese Personen kennen sich sehr gut, wissen was sie tun müssen, um in solchen Tests nicht negativ aufzufallen und können sich selbst in einem sehr gut Licht darstellen und ihre «Leistungen» sehr gut verkaufen.

Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich und beraten Sie über Ihr mögliches Vorgehen.

Für Psychopathen gibt es keine unterstützende Hilfe!

Was ich Ihnen gleich sagen kann: für ausgeprägte Narzissten und klinischen Psychopathen gibt es KEINE HEILUNG. Egal wie sehr sich anstrengen und helfen wollen, vielleicht sogar psychologische Fachpersonen als Unterstützung zur Seite stellen, egal was Sie tun, es wird nichts nützen. Ganz im Gegenteil. Klinische Studien haben belegt, dass Psychopathen die z.B. in einer Haftanstalt von Profis psychotherapeutisch betreut werden, nur noch effizienter in ihrem zerstörerischen Verhalten werden. Denn sie lernen ständig dazu und setzen ihr erlerntes Wissen schamlos ein.

Trennen Sie sich von Psychopathen, schnell und radikal

Haben Sie eine solche Person in Ihrem Unternehmen identifiziert, gibt es nur eine einzige Option: sich von dieser Person fristlos zu trennen, bzw. sie, bis zur fristgerechten Kündigung freizustellen, die Belegschaft zu informieren und keinen, überhaupt keinen Kontakt mehr von diesen Personen zu Ihnen oder ins Ihr Unternehmen zuzulassen.

Rachegefühlen nachzugeben, wäre das Schlimmste was Sie tun könnten. Denn solche Personen haben keine Angst, keine Sorgen und keine Hemmungen. Egal was Sie tun, um sich zu rächen, die «Antwort», die Sie erhalten, wird Sie nur noch weiter schädigen.

Schäden beheben

Achten Sie auch darauf, die verbrannte Erde, die eine solche Person in Ihren Mitarbeiter hinterlassen hat, zu beseitigen. Holen Sie sich und Ihren Mitarbeitern therapeutische Hilfe ins Haus. Der Grad der Schädigung in der Psyche von Opfern von Psychopathen ist unglaublich gross. Es wird ein monate- oder jahrelanger Prozess sein, bis die Schäden behoben sind. Aber diese Verantwortung tragen Sie als Vorgesetzter oder Unternehmer für Ihre Mitarbeiter.

Vorbeugende Massnahmen

Der Anteil der Menschen mit einer psychopathischen Persönlichkeitsstörung nimmt gerade in den letzten Jahren drastisch zu. Wo Studien vor 20 Jahren noch von ca. 2% ausgingen, waren es 2010 schon ca. 4% und die aktuellen Zahlen liegen bei etwa 6%. Das wäre jede 16. Person.

Wie viele Mitarbeiter hat Ihr Unternehmen? Und dieses Rechenspiel ist so einfach wie richtig. Denn diese zerstörerischen Persönlichkeiten sind quer durch die ganze Bevölkerung gut verteilt.

  1. Lassen Sie alle Personen, die Sie für eine fachliche oder personelle Verantwortung einstellen oder befördern wollen, eingehend überprüfen. Was dazu notwendig ist und wie das auf Sie und Ihr Unternehmen angepasst funktionieren könnte, zeigen wir Ihnen gerne.
  2. Überprüfen Sie in regelmässigen Abständen Ihr mittleres Management und Topmanagement, spätestens dann, wenn sich grössere Veränderungen für die betreffenden Personen ergeben.
  3. CV’s, Arbeitszeugnisse und schriftliche Referenzen helfen Ihnen leider nicht weiter, solche Personen zu identifizieren. Gerade wenn es Mitarbeiter bzw. neue Mitarbeiter mit grosser repräsentativer bzw. personeller Verantwortung geht, hilft nur ein wirklich ausführlicher und intensiver Hintergrundcheck. Auch darüber können wir Sie gerne informieren und gemeinsam einen für Sie sinnvollen Umfang definieren.
  4. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Sie zum allerersten Mal die Bewerbung ansehen oder Kontakt mit jemand aufnehmen, achten Sie auf das allererste Gefühl, das Gefühl, dass in ersten beiden Sekunden in Ihnen aufkommt! Sie, als erfahrene Geschäftsfrau oder Geschäftsmann haben doch ein gewisses Gespür für Menschen entwickelt. Und wenn Sie Ihr erstes Gefühl ignorieren, mit einer solcher Person persönlichen Kontakt aufnehmen, egal ob am Telefon oder im direkten Gespräch, Sie werden getäuscht und überredet werden. Psychopathen und Narzissten sind Meister darin, sich selbst gut zu verkaufen. Das ist, was diese gestörten Persönlichkeiten mit Abstand am besten beherrschen.

Beispiel

Lassen Sie mich Ihnen zum Abschluss ein Beispiel erzählen.

Vor einigen Jahren kam ich ein schweizweit tätiges Unternehmen, mit zahlreichen Niederlassungen, über die ganze Schweiz verteilt. Irgendwann wurde von der Geschäftsleitung ein Teamassistent eingestellt, in einer Abteilung auf meinem Stockwerk. Dieser junge Mann, ca. 22 Jahre alt, war der Sohn eines Verkäufers, der schon lange und sehr erfolgreich im selben Unternehmen tätig war, aber in einem anderen Standort. Die Geschäftsleitung teilte mir mit, dass eben jener Assistent auch für meine Abteilung als Unterstützung dienen sollte, obwohl er einer anderen Abteilung angehörte.

Irgendwann wollte ich davon gebrauch machen und bat ihn per Mail um seine Unterstützung. Als Antwort kam zurück, dass er für mich und meine Mitarbeiter nicht zuständig wäre. Also fragte ich bei meinem Vorgesetzten nach, ob ich da was falsch verstanden hätte. Nein, er wäre auch für uns unterstützend verantwortlich.

Ja, ich gebe zu, ich bin oft zu direkt! Oftmals ist das sehr hilfreich, manchmal aber auch schwierig und verletzend. Also schrieb ich dem jungen Mann ein Mail, dass ich das abgeklärt hätte, er wäre zuständig und was ihm denn da über die Leber gelaufen wäre, mich einfach zurückzuweisen und dass ich erwarte, dass die Aufgabe bis zu einem bestimmten Datum erledigt sein muss. Wie gesagt, ich sehe meinen Fehler ein, ich war unfreundlich und hart, wenn aber doch in der Sache richtig.

Auf mein Mail bekam ich keine Antwort.

12 Stunden, nachdem ich das unfreundliche Mail an den jungen Herrn gesendet habe, habe ich mich bei ihm persönlich entschuldigt. Ich habe diese Entschuldigung aktiv von meiner Seite aus geäussert und OHNE das ich über das intrigante Vorgehen, dass gegen mich im Hintergrund lief Bescheid wusste.

Was war im Hintergrund geschehen? Der junge Mann hatte sich nicht an mich gewandt und mich zur Rede gestellt, sondern an seinen Vater, den wichtigen Mitarbeiter, mit ehemals top Verkaufszahlen, die mittlerweile auf nur noch überdurchschnittlich abgesunken waren. Auch dieser wichtige Mitarbeiter wandte sich nicht direkt an mich, sondern wie er es immer tat, wenn er jemand aus dem Weg geräumt haben wollte, an seine Freunde in der Geschäftsleitung. Diese Geschäftsleitung hat sich an meinen Vorgesetzten gewandt und der, und ich schätze diese Person bis heute sehr hoch, hat dann endlich mit mir gesprochen.

Ich erklärte mich, habe mich entschuldigt, habe auch erwähnt, dass ich mich bei dem jungen Mann persönlich entschuldigt habe und dass ich meinen Fehler einsehe, aber auch klar gesagt, dass ich in der Sache richtig liege, ich aber hätte freundlich vorgehen müssen. Für meinen Vorgesetzten und mich war damit die Sache erledigt.

Nicht aber für den wichtigen Mann, mit ehemals top Verkaufszahlen. Dass ich weder entlassen wurde noch eine Abmahnung erhielt, sondern man mich nur zur Rede gestellt hatte, ging ihm nicht weit genug. Also insistierte er weiter im Hintergrund. Da ich in seiner Filiale eine mir nahestehende Person kannte, mit der ich mich gut verstehe, wurde ich darüber informiert.

Also kaufte ich eine gute Flasche Wein, stieg in mein Auto, fuhr in die Filiale und wollte mich bei ihm auch persönlich entschuldigen. Ich erhielt nicht einmal eine Audienz bei ihm, geschweige denn, dass mein Geschenk oder meine Entschuldigung angenommen wurde.

Mit aller Macht versuchte diese Person, die Geschäftsleitung dazu zu bewegen, mich zu feuern. Was ihm aber nicht gelang. Er versuchte mich über all schlecht zu machen, was ihm nicht gelang. Er wollte auch seinen Filialleiter gegen mich aufhetzen, was ihm nicht gelang, sondern zurückgewiesen wurde, weil alle, die er für seine Seilschaften einspannen wollte, dieses Vorgehen infantil fanden.

Ich bin wirklich hart im Nehmen. Ich kann viel einstecken und bin wie ein Kaktus in der Wüste, der kaum Wasser braucht und trotzdem wächst, gedeiht und blüht. Denoch habe ich einige Wochen nach dem Vorfall das Unternehmen verlassen. Es war für mich einfach nicht mehr tragbar und mir ging es nicht gut.

Der hochfunktionale grandios-maligner Narzisst hatte sein Ziel erreicht. Nicht so schnell und nicht auf die Art wie er es gerne gehabt hätte, aber er hat es erreicht. Es war nicht das erstel Mal, dass er dieses Spiel trieb und höchstwahrscheinlich auch nicht das letzte Mal. Solche Menschen ändern ihr Verhalten nicht zum Besseren. Sondern Sie adaptieren es, passen es an die Gegebenheiten an und arbeiten weiter an ihren egoistischen und zerstörerischen Plänen.

Die Filiale, für die dieser wichtige Mann tätig ist, bis heute, könnte eine der florierendsten und grössten eben jenes Unternehmens sein. War Sie nie, ist sie nicht und wird sie auch nicht sein, solange dieser wichtige Mitarbeiter dort arbeitet. Denn er ist ein hochfunktionaler grandios-maligner Narzisst. Er wollte zwar nie, die ihm immer wieder angebotene Filialleitung übernehmen, denn dann würde er eine Verantwortung tragen müssen, die er nicht übernehmen wollte, sondern lieber weiter viel Geld mit seinen Kunden verdienen und die Filiale indirekt über seinen Einfluss und seine hässlichen psychologischen Spielchen aus dem Hintergrund dirigieren. Die Filialen dieses Unternehmens haben insgesamt ein heiteres Betriebsklima und florieren, je nach regionaler Lage. Aber in keiner Filiale herrscht ein derart steifer Geist und unterkühlte Stimmung ohne Weiterentwicklung, wie in dieser. Die einzige Person, die in dieser Filiale gute Ergebnisse erzielt, ist eben jene wichtige Person. Dabei hat es gerade in jener Filiale schon zahlreiche fähige Kandidaten gegeben und sogar einen wirklich hervorragenden, jungen Filialleiter. Aber irgendwie wächst dort keiner und auch die Filiale nicht, irgendwie bleibt dort niemand lange, ausser eine Person, die heute die Filiale leitet und die Gegebenheiten einfach hinnimmt und das beste für sich selbst herausholt, aus eben jenem wichtigen Mitarbeiter und ehemaligen Spitzenverkäufer, mit ehemaligen Topzahlen.

Es reicht ein Mensch aus, um den Fortschritt einer Abteilung, einer Filiale oder eines ganzen Unternehmens zu unterbinden. Ein Mensch, der nicht einmal wirklich negativ auffällt, wenn man das Spiel nicht durchschaut. Ein Mann, der nur an seinem Erfolg interessiert ist und alle anderen möglichst klein hält, damit er besser heraussticht. Obwohl die Voraussetzungen für diese Filiale, aufgrund der örtlichen Lage wirklich enorm sind. Es könnte die grösste, beste und stärkste sein, aber bis heute sind es exakt so viel Mitarbeiter wie damals. Kein Wachstum, ständige Fluktuation und vermutlich immer noch dasselbe steife und unterkühlte Klima.

Die Frage, die sich Ihnen stellen sollte: Ist dieser Verkäufer, egal wie gut seine Zahlen auch immer sein mögen, tragbar für das Unternehmen? Nein! Denn er verhindert aktiv und bewusst das Vorankommen seiner Kollegen. In einem florierenden Markt, mit einem enormen Standortvorteil, in vielen Jahren kein Wachstum.

Was gut aussieht, muss es nicht zwangsläufig sein!

Finden Sie schnell heraus, wer von Ihren Mitarbeitern, auch und vor allem im Topmanagement, zu eben jenen 4% bis 25% Psychopathen oder Narzissten gehört und Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter nachhaltig schädigt.

Fragen Sie einfach und unverbindlich, gerne helfe ich Ihnen weiter:

Tel: +41 79 198 08 45

Mail: micha.barth@bigas.ch